Werkraum
Ende letzten Jahres, am 19. November 2025
#Stadtgestalt im Klimawandel #Risiken
Innovative Ansätze ohne Wagnis!
Der Einsatz gebrauchter Baumaterialien oder die Nutzung innovativer Produkte werden durch unklare rechtliche Bedingungen oft erschwert. Die HSBK nimmt mögliche Risiken in den Fokus und initiiert gemeinsam mit den VHV Versicherungen einen Austausch über aktuelle Entwicklungen mit Expert*innen nachhaltigen Planens und Bauens. Programm
Zu Risiken und Nebenwirkungen nachhaltiger Planung fragen Sie Ihre Architektin oder Ihren Stadtplaner
… mit dieser Einleitung wurde der Nachmittag eröffnet und das Thema gleich wunderbar von Heike Böhmer, Institut für Bauforschung, erläutert: Manchmal machen alle alles richtig – und es gibt dennoch Schäden. Sogar ohne Mangel. Damit es nicht so weit komme, plädiert sie für eine praxistaugliche Nachhaltigkeit, bei der weniger die Einzelaspekte und mehr das ganze Gebäude im Blick bleiben.
Dank einer Umfrage wussten Ulrike Acker-Thomsen und Merle Holst, von buildcircular.hamburg zu berichten, dass es weniger technische Fragen als unklare Risiken seien, die Planende als Hemmnis für mehr Nachhaltigkeit empfänden.
Der Rechtsanwalt Michael Halstenberg zeigte auf, dass im komplexen System von Verträgen und teilweise tatsächlich unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen der Verlust der Übersicht kaum ausbliebe. Er endete mit dem Hinweis – keep it simple – und unterstrich, wie wichtig gute Kommunikation und eindeutige Zielvereinbarungen seien.
Jasna Moritz, kadawittfeldarchitektur, konnte das gut bestätigen und verwies u.a. auf die Notwendigkeit, dass die Bauherrschaft sich frühzeitig und bewusst entscheiden müsse und dass gutes Timing im Prozess entscheidend sei.
Als weiteren wichtigen Player nannte David Deussen, haascookzemmrich STUDIO2050, das Handwerk. Ohne Hersteller und Verarbeiter, die sich auf Sekundärbaustoffe auch einlassen würden, sei eine Umsetzung kreislaufgerechter Planung gar nicht möglich und die Zusammenarbeit mit den Versicherern unerlässlich.
Julia Blasius, Sauerbruch Hutton, berichtete von dem Umgang mit Bestand am Beispiel eines ehemaliges Fernmeldegebäudes, bei dem zahlreiche Anstrengungen unternommen wurden, die Tragstruktur zu erhalten. Hintergrund waren wirtschaftliche Vorteile für den Bauherren, da nach Abbruch weniger Baumasse genehmigt worden wäre. Ein entscheidender Faktor.
In der offenen Diskussion erläuterte Jasmin Uhrig kurz die Phase Nachhaltigkeit der DGNB und Uta Meins, Störmer Murphy und Partner, unterstrich, wie wichtig einzelne Pilotprojekte für die Weiterentwicklung auch auf rechtlicher Ebene seien – mit dem Bau eines Holz-Hochhauses sei der Weg für andere Projekte geebnet worden. Oliver Thormann, VHV-Versicherung, brachte die Perspektive Absicherung ein.
Als Mitglied im Stiftungsrat der HSBK fasste Konrad Rothfuchs kurz zusammen: Wir sind auf dem Weg! Es sei noch viel zu tun, doch die Veranstaltung habe auch deutlich gemacht, dass konkrete Lösungen vorlägen. Das dichte Programm habe die Themen in der Breite behandelt und aufschlussreiche, fachliche Inputs aus den unterschiedlichen Perspektiven gegeben.
Fotos: © Julia Schwendner
Im letzten Sommer, am 9. Juli 2025
#Stadtgestalt im Klimawandel #Entwerfen
Die HSBK bot zu ihrem Thema #Stadtgestalt im Klimawandel den Workshop „Klimaangepasstes Entwerfen“ an. Im Anschluss gab es einen Impuls zu der Publikation „Das Klima als Entwurfsfaktor“. Es diskutierten Professor*innen der HCU, die Leiterin des Hamburgischen Architekturarchivs und die Gäste mit der Herausgeberin Tina Unruh über die Umgestaltung urbaner Räume. Der HSBK Werkraum fand im Rahmen des Headlands auf dem Baakenhöft in der HafenCity statt. Erfahren Sie hier mehr zu dem Festival am 12. Juli 2025 und dem Beitrag der HSBK.
Anfang letzten Jahres, am 17. Januar 2025
#Baustelle
Mit dem Format HSBK Werkraum lud die Stiftung ein, sich gemeinsam über eine bessere Gestaltung bei Umbaumaßnahmen Gedanken zu machen. Zu dem Workshop kamen viele, die sich gerne mit Form und Design beschäftigen, aber auch mit Vermittlung und Quartiersfragen. Vertreter*innen aus Unternehmen folgten ebenso der Einladung wie betroffene Nachbar*innen und Expert*innen aus Planung und Umsetzung.
Zur Eröffnung sprachen Dr. Casten Brosda, Senator für Kultur und Medien, die Stadtplanerin und Architektin Karin Loosen, Vorsitzende des Vorstands der HSBK, und Matthias Schulze-Kraft vom Lichthof Theater. Das Gespräch wurde von Tina Unruh, der Geschäftsführerin der HSBK, moderiert.
Schauen Sie sich gerne die Aufzeichnung des Gesprächs an, das im ehemaligen Rentzel Center und zukünftigen LICHTHOF Theater stattfand.
„Eine Stadt ist nie fertig und verändert sich ständig. Bei den damit verbundenen Transformationsprozessen öffnen sich immer wieder neue Räume, die für kreative Projekte genutzt werden können. Dadurch entstehen Orte, in denen sich eine Stadtgesellschaft begegnen und Unerwartetes entstehen kann.
Die HSBK leistet hier mit ihrem Format Werkraum zum Thema „#Baustelle“ einen wichtigen Beitrag. Denn neue Perspektiven, Ideen und Lösungen entstehen am besten im gemeinsamen Gespräch und im konstruktiven Austausch.“
Dr. Casten Brosda, Senator für Kultur und Medien
Nach dem Gespräch folgte ein 3-stündiger Workshop mit Gästen aus unterschiedlichen Disziplinen, die konkrete Verbesserungsvorschläge für Baustellen einbrachten und zusammen diskutierten.
Die Ergebnisse des Workshops werden u.a. am HSBK Baukultur Forum am 20. Februar 2025, ab 18:30 Uhr im urbaneo, HafenCity, vorgestellt. Melden Sie sich gerne hier an.
Die Relevanz von Kulturorten für die Stadtentwicklung wurde auf dem Panel ebenso hervorgehoben, wie die Kraft kreativen Schaffens für Transformationsprozesse.
Zum Abschluss des Gesprächs wurde dem Senator ein Bild von der HSBK Langen Tafel der Baukultur überreicht. Es stammt von den Fotografen Bastar, Delissen und Heitmüller, die Veranstaltungen der HSBK künstlerisch begleiten.
Impressionen des Workshops
Fotos: © Julia Schwendner
Mit freundlicher Unterstützung von:
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Anstifter der Baukultur:
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