Stiftungsrat
Die bis zu zehn Mitglieder bringen vielfältige Kompetenzen und unterschiedliche Perspektiven in die Stiftungsarbeit ein.
Räume prägen Menschen und berühren sie emotional, im Guten wie im Schlechten. Jedes Bauwerk braucht deshalb eine gute Form und Gestaltung. Hier wirkt Baukultur als Vermittlerin zwischen Planenden, Bauenden, Bauherrschaft und Nutzenden vor Ort. Und das zunehmend nicht nur aus gesellschaftlichem Antrieb, sondern auch als Beitrag zur Standort- und Klimapolitik.
Vorsitz im Stiftungsrat:
REINER NAGEL ist Architekt und Stadtplaner und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Er ist Lehrbeauftragter an der TU Berlin, Mitglied der DASL sowie außerordentliches Mitglied im BDA.
Baukultur bedeutet für mich den Planeten, Stadt, Infrastruktur und Architektur als lebendiges, lebenswertes und resilientes Ökosystem im offenen Diskurs und Zusammenspiel mit vielen Handelnden zu denken und zu gestalten.
Stellvertretender Vorsitz im Stiftungsrat:
Prof. ANTJE STOKMAN ist freischaffende Landschaftsarchitektin und Professorin an der HCU. Sie ist Mitglied in der Hamburgischen Architektenkammer, im bdla und Mitglied der DASL.
Baukultur beschreibt für mich den Austausch zwischen Generationen, Disziplinen und Perspektiven. Sie vermittelt Wissen und Verständnis, sensibilisiert die Wahrnehmung und stärkt Reflexions- und Urteilskompetenzen, um gebaute Umwelt bewusst mitgestalten zu können. Die systematisierte Förderung der baukulturellen Bildung bereits im Jugendalter, wäre eine Investition in die Lebensqualität der Zukunft.
UTA BEISSERT ist Partnerin des Büros Beissert + Gruss Architekten, Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule 21 Buxtehude, Mitglied im Vorstand des BDA Hamburg und im Beirat des Urbaneo – Junges Architektur Zentrum.
Baukultur entscheidet sich in der Breite mit vielen einzelnen, alltäglichen Entscheidungen, weniger am Jungfernstieg als am Rand der Stadt. Dort wo kein Oberbaudirektor steuert, kein versierter Planer Hand anlegt und kein betuchter Bürgerverein Geld zur Verfügung stellt. Wenn die HSBK hilft, in die Alltagskultur hineinzuwirken, ist viel erreicht.
BERTHOLD ECKEBRECHT ist Partner im Büro ELBBERG Stadt + Landschaft und Vizepräsident der Hamburgischen Architektenkammer. Er engagiert sich u.a. im bdla, der DGGL sowie im Botanischen Verein.
Besonders interessant ist die Baukultur des Alltäglichen. Das Ringen um gute Gestaltung für unsere gemeinschaftlichen, öffentlichen Räume, Innen wie Außen. Mit welchen Räumen wollen wir uns umgeben und warum? Baukultur ist kein statischer Zustand, den es zu erreichen gilt oder der auf besondere Lagen begrenzt ist, sondern ein stets neu startender Prozess, der die Beschäftigung mit Baukultur spannend und die Förderung der Auseinandersetzung für die Gesellschaft so wichtigmacht.
UTE HERTLING ist Partnerin im Büro HAHN HERTLING VON HANTELMANN Landschaftsarchitekten, Vorstandsmitglied der Hamburgischen Architektenkammer und Mitglied im bdla Hamburg.
Jede Zeit hat ihre eigene Baukultur und neuen Blickwinkel auf das baukulturelle Erbe. Im Gebäudesektor stehen heute die enormen Herausforderungen des Klimaschutzes und Klimawandels im Zentrum und strahlen in alle anderen Bereiche hinein, auch auf die Bezahlbarkeit des Wohnens, auf neue Funktionalitäten von Gebäuden und neue technische Ausstattungen.
PETRA MEMMLER ist Architektin und Mitglied in der Hamburgischen Architektenkammer. Sie war im Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen Geschäftsführerin sowie Referentin für Technik und Energie.
Baukultur heißt für mich interdisziplinär gute Lösungen für den Menschen zu suchen und zu finden. Hierbei sind die Funktionalität, die Gestaltung und die Akzeptanz Schlüsselthemen im Findungsprozess.
KONRAD ROTHFUCHS plant Stadt und Verkehr als bei ARGUS. Er engagiert sich u.a. im Verband freier Ingenieure, als Vize-Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau sowie Lehrbeauftragter der HCU.
Baukultur und Baukostensenkungen mit entsprechenden Standards ergänzen sich und stehen sich als Gegner nicht gegenüber.
Sie bieten umso mehr Möglichkeiten für neue Denkweisen.
ULRICA SCHWARZ ist Bauingenieurin und seit 2018 Bereichsleiterin bei der STRABAG Real Estate in Hamburg.
Was mich in die Baukultur zieht? Das freudige Unruhestiften, wenn alles zu glatt zu gehen scheint. Die lustvolle Kampfansage an Banalität, Stumpfsinn und Phantasielosigkeit gebauter Umwelt. Das neugierige Hinterfragen, wenn Vorschriften Bremser spielen sollen. Die ernste Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft von morgen. Die Welt ist eine Mietsache.
ANNA KATHARINA ZÜLCH ist Architektin und u.a. Mitglied im Vorstand der Hamburgischen Architektenkammer, des Kuratoriums Stiftung Denkmalpflege sowie im Denkmalrat.
Die ehemaligen Mitglieder des Stiftungsrats.
Herzlichen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.
Gute Architektur entsteht immer im Diskurs. Die Gesprächspartner*innen sind dabei so vielfältig wie die Architektur selbst. Sei es der Diskurs mit der Baugeschichte, mit der Stadt oder mit den Menschen. Bauen ist eines der ältesten, fortwährenden kulturellen Projekte der Menschheit. Baukultur pflegt und fördert den Fortbestand dieses Diskurses, der alle Menschen berührt.
HENRIK BECKER ist Architekt, Gründungspartner bei NOTO Basista Becker Jansen Architekten und Vertretungsprofessor an der HCU. Er ist Mitglied in der Hamburgischen Architektenkammer und im BDA.
Baukultur kann die Gemeinschaft fördern, den Klimawandel entschleunigen, soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische Werte schaffen. Dies sind keine hehren Ziele, sondern eine würdige Haltung gegenüber unserem Planeten und uns selbst.
Dr. SABINE VON FISCHER ist Architektin und Autorin. Ihre Essays, Bücher und Entwürfe wurden in Literatur- und Architekturwettbewerben wie auch mit akademischen Preisen ausgezeichnet.
Möge die Stiftung Baukultur Raum für Austausch bieten, denn nur werden die Perspektiven von Vielen einbezogen, entsteht auch etwas, das von Vielen getragen wird. Die Herausforderungen unserer Zeit rufen nach neuen Wegen und neuen Lösungen, nach einer Kultur des Mutes, Ausprobierens und Experimentierens.
LISA HEIDENBLUT ist freie Architektin. Sie engagiert sich bei den Vereinen Architects for Future e.V. und Heilende Stadt e.V.
Eine wert- und nachhaltige Architektur unter den zunehmenden Einflüssen der Umwelt- und Kultursoziologie sind für mich ein wichtiges Themenfeld der Baukultur. Darüber hinaus bedarf es immer neuer angepasster Arbeitsmethoden zur Förderung eines konfliktfreien und optimierten Zusammenarbeitens und Zusammenlebens, ob digital oder analog.
TORBEN DAVID SIEGMUND ist als baugewerblicher Architekt & Geschäftsführer der ARC.TDS GmbH tätig, Vorstandsmitglied der Hamburgischen Architektenkammer sowie Vorsitzender des Rates der Stiftung Oberhafen.
Baukultur bedeutet Wertschätzung gegenüber der gebauten Umgebung als selbstverständliche Qualität im Alltag. Dazu gehört neben dem Bewusstsein, das Gebäude robust und vielseitig sein müssen, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein, der ästhetische Mehrwert sowie die fürsorgliche Begleitung der Programmierung, die die Gebäude langfristig mit Leben füllt.
LINA STREERUWITZ ist Architektin und formierte mit B. Vlay 2017 das Büro StudioVlayStreeruwitz.